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Mehr oder weniger Pixel

Wie viele Pixel braucht man wirklich?

Der Bildsensor (CCD) der Digitalkamera bestimmt in erster Linie, bis zu welcher Größe Sie Ihre Fotos drucken oder im Labor fertigen lassen können. Die richtige Pixelzahl hängt aber auch vom Verwendungszweck des Bildes ab. Hier wird erklärt, wie viele Pixel man für die jeweils beste Bildqualität wirklich benötigt und wann man Speicherplatz sparen kann.

Welche Größe hat ein Pixel?

Ein digitales Foto besteht aus kleinsten Bildbausteinen, den so genannten Pixeln. Jeder Pixel setzt sich aus den drei Komplimentärfarben - rot, grün und blau - zusammen.

Ein Pixel selbst hat keine bestimmte Größe, es gibt lediglich Farbinformationen wieder. In den letzten Jahren gelang es der Industrie, auf dem gleichen Chip - Format immer mehr Pixel unterzubringen. In welcher Größe beispielsweise ein Bild in der Auflösung von 1600 x 1200 Pixel (1.920.000 Pixel) gedruckt werden kann, ohne eine Rasterung erkennen zu lassen, hängt daher nicht nur von der Pixelzahl ab. Es gibt noch eine weitere Bedeutung der so genannten "Auflösung". Mit Auflösung definiert man auch die Größe eines Bildes. Es bedeutet aber auch unter anderem, aus wie vielen Bildpunkten pro Zentimeter (oder Zoll bzw. Inch) Papier sich das Foto zusammensetzt. Fotodrucker beispielsweise sollen ein Bild mit 150 bis 300 Bildpixel pro Zoll bzw. Inch (ppi) auf das Papier bringen. Für Abzüge im Labor benötigt man eine Auflösung von 300 ppi.

Um aber ein digitales Pixel in einen farbigen Bildpunkt auf das Papier umzusetzen, braucht der Drucker durch das Raster-Druckverfahren eine Menge Pünktchen (dpi - dots per inch). Daher arbeiten Tintenstrahldrucker zum Beispiel mit einer Auflösung von 1440 oder 2880 dpi. Je feiner und kleiner die einzelnen Druckpunkte, desto sauberer und besser wird die Farbe eines Bildpixels wiedergegeben.

Will man also wissen, wie groß ein digitales Papierbild ohne Qualitätsverlust sein darf, teilt man die horizontale und vertikale Seitenlänge eines Bildes jeweils durch die gewünschte Auflösung. Für einen Abzug im Labor oder für einen Ausdruck mit dem Drucker wären das zum Beispiel 300 dpi. Die maximale Druckgröße eines digitalen Fotos von 1600 x 1200 Pixel errechnet man folgendermaßen. 1600 Pixel : 300 = 5,33 Zoll x 2,54 cm = 13,54 cm und 1200 : 300 = 4 Zoll x 2,54 cm = 10,16 cm. Der vorgehenden Berechnung zu Folge sollte das gewählte Papierformat nach Möglichkeit nicht über eine die Standardgröße von 13 x 9cm hinaus gehen.

Wohin führt der Pixelwahn?

Der größte Teil der kompakten Digitalkameras haben sich in den letzten Jahren vornehmlich in zwei Merkmalen verändert. Zum einen hat die Zahl der Bildpunkte auf inzwischen zumeist weit über 10 Megapixel (Stand Ende 2009) zugenommen; zum anderen wurden die Bildsensoren immer kleiner. So hat sich die Größe der Sensoren in den letzten fünf Jahren von ca. 60 mm² auf 30 mm² halbiert, während die Gesamtauflösung auf das vierfache gestiegen ist. Die einzelnen Bildpunkte sind damit nur noch ein Achtel so groß wie vor fünf Jahren. Da jedoch kleinere Bildpunkte deutlich stärker dazu neigen, Fehlinformationen, wie das so genannte Bildrauschen, einzufangen, wird dies insbesondere bei höheren Empfindlichkeiten oder bei dunklen Bildflächen zu einem Problem. Um dies zu umgehen, besitzen moderne Kameras zunehmend Entrauschungsprogramme, die diese Bildfehler auf Kosten der Bildschärfe korrigieren.

Im Gegensatz dazu verfügen digitale Spiegelreflexkameras (DSLR) durchweg über einen wesentlich größeren Sensor (meist ein APS-C Sensor mit cetwa 350 mm²), der noch bei einer Auflösung von 37 Megapixeln eine Pixelgröße hätte, die beispielsweise einer heutigen Kompaktkamera mit nur 3 Megapixeln entspräche. Rauschen ist bei diesen Kameras, die zudem nur eine Auflösung von 10 - 16 Megapixeln haben, daher kaum ein Thema. Ähnliche Sensoren werden auch bei einigen wenigen Kompaktkameras der oberen Preisklassen eingesetzt.

Ein relativ neuer Mittelweg ist der sogenannte Four - Thirds - Standard, bei dem eine Diagonale von 4/3 ", also eine Fläche von 225 mm² eingesetzt wird. Dieser soll die Herstellung von vergleichsweise preisgünstigen, aber dennoch rauscharmen Kameras ermöglichen.

Das beste Format für Ihre Bilder

Aus der nachfolgenden Tabelle können Sie ablesen, bis zu welchem Format Abzüge oder Ausdrucke bei einer bestimmten Bildgröße optimale bzw. noch gute Qualität aufweisen:

Bildgröße Megapixel Format 300 dpi optim. Qualität gute Qualität Verhältnis
640 x 480 0,35       4 : 3
1152 x 864 1,00       4 : 3
1280 x 960 1,30       4 :3
1440 x 960 1,40       3 : 2
1504 x 1000 1,50       3 : 2
1600 x 1200 2,00       4 : 3
1752 x 1168 2,00       3 : 2
2080 x 1560 3,30       4 : 3
2240 x 1448 3,30       3 : 2
2400 x 1600 3,80       3 : 2
2544 x 1696 4,30       3 : 2
2720 x 2040 5,60       4 : 3
3008 x 2000 6,00       3 : 2
2880 x 2160 6,30       4 : 3
3072 x 2048 6,30       3 : 2
3072 x 2304 7,10       4 : 3
3264 x 2176 7,10       3 : 2
3504 x 2366 8,20       3 : 2
4048 x 3040 12,00       4 : 3
4256 x 2648 12,00       3 : 2
4272 x 2848 12,20       3 : 2
4536 x 3024 14,00       3 : 2
4992 x 3328 16,70       3 : 2
Jedes dieser Aufnahmeformate (4 : 3 und 3 : 2) weist ein charakteristisches Seitenverhältnis auf, dass bei der Kleinbildfotografie und fast allen digitalen Spiegelreflexkameras 1,5 (3 : 2 = 1,5; in Anlehnung an Druck- und Papierformate), bei der Digitalfotografie mit Kompaktkameras dagegen in der Regel 1,33 (4 : 3 = 1,33; in Anlehnung an die Fernseh- und Videonormen NTSC, PAL und SECAM) beträgt.

Chipgrößen im Vergleich

Was Sie beachten sollten

Fotos, von denen man Abzüge machen lassen möchte, sollten im richtigen Seitenverhältnis ans Labor geschickt werden. Da, wie oben beschrieben, sehr viele digitale Kompaktkameras Fotos im Seitenverhältnis 4 : 3 aufnehmen, werden die Fotos entweder oben und unten gekappt, oder man sieht rechts und links weiße Balken. Der herkömmliche Kleinbildfilm und Fotochip hingegen liefert Bilder im Seitenverhältnis 3 : 2, was einen Fotoabzug im normalen 3 : 2 Format ermöglicht.

Fotos, von denen man Abzüge machen lassen möchte, bringt man am PC ins rechte Verhältnis. Wenn der Bilderdienst nur Abzüge im 3 : 2 Verhältnis fertigt, also z.B. 10 x 15 Zentimeter, sollte das Original beschnitten werden. Manche Labore sind aber sehr flexibel und liefern Abzüge in variabler Breite. Zum Beispiel: Ein Bild im 10er - Format, das 10 Zentimeter hoch ist, kann je nach Vorlage zwischen 10 und 15 Zentimeter breit sein.

Am einfachsten lässt sich die richtige Grßße mit einer speziellen Bestell - Software festlegen, die viele Online - Bilderdienste zum Download anbieten. Sie hilft dabei, die Bilder in Ruhe offline vorzubereiten und zum Labor zu übertragen.

Bildgröße für Monitor und Web

Auf dem Bildschirm verhält sich die Größe eines digitalen Bildes 1:1 zu der in den Systemeigenschaften des Monitors eingestellten Auflösung. Die Einstellung können Sie über Start - Einstellungen - Systemsteuerung - Anzeige - Einstellungen überprüfen und ändern.

Auf einem Monitor mit einer Auflösung von 1600 x 1200 Pixel kann also ein Bild in der Größe 1600 x 1200 Pixel vollständig dargestellt werden. Ein größeres Foto muss verkleinert werden, damit es ganz zu sehen ist, ein kleineres füllt nicht die gesamte Fläche des Bildschirms aus. Die üblichen Monitore geben 72 oder 96 Bildpixel auf einem Zoll Bildschirmfläche wieder.

Wenn Sie also Ihre Fotos nur auf dem Monitor betrachten wollen, würde es bei einem 19-Zoll-Monitor beispielsweise ausreichen, sie in einer Größe von etwa 1600 x 1200 Pixel zu speichern. Eine größere Bildgröße hat nur den Vorteil, dass man sich Details durch Vergrößern genauer ansehen kann.

Gestochen scharfe Bilder auf dem HDTV-Fernseher

Auf den bisherigen TV - Geräten, die das betagte deutsche PAL Signal mit 720 x 576 Bildpunkte empfangen, macht es keinen Spaß, digitale Fotos zu betrachten. Wer seine Bilder in gestochener Schärf und mit brillanten Farben vorführen möchte, kommt nicht umhin, früher oder später auf ein HDTV-Gerät umzusteigen. Die Gesamt Pixelzahl beim HDTV - Signal steigt von 400 000 bei PAL auf bis zu zwei Millionen bei HDTV.

Um das Bild optimal wiederzugeben, muss auch der Fernseher eine entsprechende Auflösung haben. Die neuen Plasma- oder LCD - Fernseher bieten eine maximale Auflösung von 1920 x 720 beziehungsweise 1920 x 1080 Bildpunkten. Auf solchen Geräten erscheinen digitale Fotos scharf und leuchtend wie auf dem Computer-Monitor - aber noch viel größer!

Da man die künftige Entwicklung nicht absehen kann, sollten Sie bei Fotos, die Sie voraussichtlich auch in vielen Jahren noch anschauen möchten, nicht mit der Pixelzahl geizen. Speicherplatz wird immer preiswerter, aber 2 Megapixel - Bilder werden in wenigen Jahren zu klein für die künftigen Präsentationsmedien sein.

Bilder für das Internet

Für Webseiten und E-Mail-Versand kommt es darauf an, möglichst kleine Dateigrößen zu haben. Wenn Sie nicht sicher sind, dass der Empfänger einen breitbandigen Internet-Zugang besitzt, sollten Sie keine Megapixel - Bilder an eine Email anhängen oder sie zumindest in eine ZIP - Datei packen.

Bilder für Webseiten müssen je nach Layout auf die passende Größe zugeschnitten und können auf eine Auflösung von 72 oder 96 dpi reduziert werden. Die maximale Größe sollte 800 x 640 Pixel nicht überschreiten, für Miniaturgrößen reichen zwischen 96 und 128 Pixel Bildbreite aus.


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