www.gisro.de








< < zurück zur Hauptseite

Die Streetfotografie

Ratlosigkeit .... Was ist überhaupt Streetfotografie? Eigentlich nichts anderes, was der Name schon ausdrückt. Es ist das mehr oder weniger passive dokumentieren von Ereignissen und/oder Personen auf Straßen und Plätzen. Die Streetfotografie kann sich dabei auf Szenerien, Detailaufnahmen, Portraits, Tieren, Straßen, Gebäuden und vielem Anderen beziehen, eben alles was in eine Fotoserie passt. Zugegeben, manchmal kann man mit dem fotografieren von Straßen, Details, Tieren und insbesondere Personen auch Probleme bekommen. Mitunter ist der süsse Hund - den Du gerade fotografieren willst - gar nicht so freundlich und süss und will Dich am liebsten beißen. Doch wenn Du zum richtigen Zeitpunkt auf den Auslöser drückst, wirken die gefletschten Beißerchen des Hundes bestimmt ganz toll.

Entscheidungshilfe ....? Henri Cartier-Bresson, David Mar Quinto, Guido Steenkamp und Pamela Ross sind nur vier Namen einer langen Reihe von Streetfotografen, die die Streetfotografie zur Perfektion gebracht haben. Die Blütezeit der Streetfotografie begann in den 30er Jahren, als man mit dem Aufkommen der schnelleren und kompakteren Kleinbildkameras die Möglichkeit für schnelle Ablichtungen bekam. Auch das Aufkommen der illustrierten Zeitungen und dem gesteigerten Interesse der Menschen am Alltagsleben und seinen verschiedensten Facetten begünstigte das Genre der Streetfotografie. Streetfotos können sowohl dokumentarisch, extrem körnig oder aber auch bewusst verschwommenen sein. Es können aber auch gekippte Ansichten, gewagten Perspektiven oder verzerrenden Spiegelungen sein. Darüber hinaus existiert keine exakte Definition von Streetfotografie.

Es gelten nur ein paar allgemeine Kriterien zur Streetfotografie:
  1. Eigentlich ist es ein ungeschriebenes Gesetz, das die Streetfotografie fast immer aus S/W-Fotografien mit grober Körnung besteht. Darüber hinaus sollte auf größtmögliche Schärfentiefe geachtet werden.

  2. Ein Streetfotograf hält den Augenblick einer Situation fest, die so nicht mehr wiederkommen wird. Das Festhalten eines besonderen Moments ist die hohe Kunst der Straßenfotografie.

  3. Hauptsächlich werden bei der Streetfotografie Menschen in einer Außenszene und/oder Situation gezeigt. Es können aber auch ebenso Bilder menschenleerer Plätze sein.

  4. Streetfotografie passiert immer spontan. Es ist also unabdingbar, dass ihr eure Kamera immer dabei und zur Hand habt. Ein geplantes Foto ist kein Streetfoto.

  5. Wer sich der Streetfotografie verschreibt, darf auf gar keinen Fall nett zu seinen Mitmenschen sein. Ihr müsst Eure Mitmenschen in den unmöglichsten Situationen fotografieren und euch auf gar keinen Fall erwischen lassen. Sollte man euch doch sehen, geht ihr einfach in die Luft schauend und pfeifend weiter und tut so als wäre nichts geschehen.

Die in der Streetfotografie abgelichteten Personen sind nicht als Privatpersonen gemeint, sondern als anonyme Figuren einer allgemeinen oder voyeuristischen menschlichen Situation. Ein Streetfoto zeigt nicht eine dem Fotografen bekannte Person in einer Pose, sondern eine Grundsituation des Alltags in einem öffentlichen Raum. Ein Streetfoto ist ein Produkt aus Zufall, schnellem Erfassung und festhalten des besonderen Moments.

CSD Köln Es gibt aber Aspekte, die die Streetfotografie insbesondere nach deutschem Recht problematisch machen. Das ist zum Einen das Recht "am eigenen Bild", welches Deine Mitmenschen vor der unbefugten Verbreitung ihres Bildnisses schützen soll. Bei der Streetfotografie wird der Fotografierte naturgemäß nicht um Erlaubnis gefragt, ob man ihn fotografieren und das Bild veröffentlichen darf. Dieser Umstand ist in aller Regel eine Verletzung des allgemeinen Persönlichkeitsrechts des Abgebildeten. Das ist eigentlich ein Verstoß gegen das "Recht am eigenen Bild". Denn jeder Mensch hat prinzipiell das Recht, selbst darüber zu bestimmen, ob und wie Bilder von ihm veröffentlicht werden. Eigentlich gibt es nur fünf Ausnahmen:
  1. Bildnisse aus dem Bereich der Zeitgeschichte

  2. Bilder, auf denen die Personen nur als Beiwerk erscheinen

  3. Bilder von Versammlungen und Aufzügen

  4. Bilder, die einem höheren Interesse der Kunst gilt

  5. Die Ablichtung von Prominenten

¤      ¤      ¤      ¤      ¤      ¤      ¤      ¤      ¤      ¤      ¤      ¤