www.gisro.de








< < zurück zur Hauptseite

Fotos im Winter

Der Winter ist für Fotografen eine ebenso reizvolle Zeit wie der Sommer. Kompositionen von schneebedeckten Landschaften in Verbindung mit dem tiefen Blau des Himmels sind immer wieder eindrucksvoll.

Schnee im Grauschleier

Doch gerade unter diesen extremen Lichtverhältnissen werden die Belichtungsmesser, welche auf ein mittleres Grau geeicht sind, überfordert. Sie messen eigentlich "zu viel" Licht, korrigiert die Blende oder Verschlusszeit und das fertige Bild zeichnet sich durch einen Schnee - Grauschleier aus. Man nennt dies auch "Unterbelichtung".

Belichtungskorrekturen

Viele Kompaktkameras weisen ein Motivprogramm "Strand/Schnee" auf, mit welchem die Belichtungskorrektur automatisch erfolgt. Wenn das Ergebnis nicht optimal ist oder kein Motivprogramm vorhanden ist, korrigieren Sie einfach den Blendenwert um eine, eineinhalb oder zwei Stufen nach oben (+ 1, + 1 ½ oder + 2). Achtet beim Betrachten des geschossenen Bildes darauf, ob der Schnee noch eine leichte Zeichnung aufweist. Wenn ja, ist das Bild richtig belichtet. Bei ganz weißem Schnee, welcher keine Konturen mehr aufweist, ist das Bild "Überbelichtet" - es fiel zu viel Licht auf den Aufnahmesensor.

Die besten Aufnahmen macht Ihr bei niedrig stehender Sonne (Morgens oder Abends), wenn die Sonne durch Schneeverwehungen, Sträuchern oder Bäumen lange Schatten wirft. Falls an Eurer Kamera keine Belichtungskorrektur möglich ist, können Ihr auch den ISO - Wert (Empfindlichkeit) verändern. Wenn Ihr z.B. von ISO 100 auf die nächstniedrige Stufe stellt (ISO 50), so entspricht das einer Verdoppelung des Lichteinfalls oder der Korrektur um eine Blendenstufe (+1). Umgekehrt entspricht eine Verdopplung des ISO - Wertes auf ISO 200 eine Halbierung der Blendenstufe.

Kondenswasser

Wenn Ihr mit eurer Kamera von der eisigen Kälte in einen warmen Raum kommt, werden Ihr feststellen, dass das das Objektiv beschlägt. Lasst die Kamera langsam akklimatisieren. Falls Ihr den Apparat im Raum nicht benötigt, schließt ihn in einem Plastikbeutel dicht ab, bevor Ihr den Klimawechsel vollzieht. Die Elektronik sollte möglichst gut vor Kondenswasser geschützt sein. Oft hilft es, wenn die Kamera in der Fototasche sich über einen längeren Zeitraum an das neue Raumklima "gewöhnen" kann. Damit verhindern Ihr, dass sich Kondenswasser ansammelt.

Der Reiz des schlechten Wetters

Obwohl bei tollem Wetter die Schneeberge und der tiefblaue Himmel hinreißend aussehen, nehmt Sie Eure Kamera auch mal bei Schneegestöber mit. Vielleicht habt Ihr gerade dann eine gute Möglichkeit, ein außerordentliches Bild zu schießen? Wenn Ihr bei Schneegestöber eine lange Verschlusszeit wählen müsst, zeichnen die fallenden Flocken weiße Streifen ins Bild.
 
¤      ¤      ¤      ¤      ¤      ¤      ¤      ¤      ¤      ¤      ¤      ¤